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Eintracht Frankfurt - Bor. M'Gladbach 0:2 (0:0)

Wappen FRA 13.05.2006 - 15:30 Uhr

0 : 2


Zuschauer: 49.500
Schiedsrichter: Dr. Fleischer
Wappen GLA

Eintracht Frankfurt: Nikolov, Russ, Cimen (57. Copado), Vasoski, Ochs, Huggel (69. Schur), Spycher, Meier (75. Weissenberger), Lexa, Köhler, Amanatidis - Trainer: Funkel

Bor. M'Gladbach: Keller, Fukal, Svensson, Zé Antonio, Daems, Strasser, Polanski (90. Helveg), Kluge (80. Fleßers), Jansen, Sonck (88. Rafael), Neuville - Trainer: Köppel

Tore: 0:1 Neuville (56., Jansen), 0:2 Rafael (92., Jansen)

Gelbe Karten: Russ, Copado / Sonck, Strasser, Polanski

Spielbericht: Ein 2:0-Sieg kostet Horst Köppel den Arbeitsplatz, denn er kam zu spät. Auch der “Dreier” am letzten Spieltag kann dem Mann, der ursprünglich nur als Gladbacher Interimstrainer vorgesehen war und dann doch länger blieb, nicht den Job retten. Platz 10 nach 34 Saisonspielen war zu wenig, obwohl die Borussia seit Jahren nicht einmal wirklich etwas mit dem Abstieg zutun hatte. Allerdings sah es in der Hinserie sogar danach aus, als würde die Fohlen-Elf einen UEFA-Cup-Platz erreichen, doch enttäuschte sie dann ein wenig in der Rückrunde. Köppels Ablösung scheint indes schon seit Wochen beschlossene Sache am Niederrhein gewesen zu sein.

Im Duell zweier Teams, die sich vor gut 25 Jahren, 1980, bereits einmal im UEFA-Pokal-Finale gegenüberstanden, ging es an diesem 34 Spieltag eigentlich um nichts mehr, allenfalls noch um die goldene Ananas. Die Eintracht-Spieler waren lediglich bestrebt, ihren treuen Fans zum Abschluss der Saison noch einmal etwas zu bieten und vielleicht mit einem Erfolgserlebnis in der heimischen Commerzbank-Arena die Sommerpause einzuläuten. Die Frankfurter konnten zwar ohne den Druck der letzten Wochen befreit aufspielen und man durfte eine lockere, muntere Begegnung mit zahlreichen Toren erwarten, jedoch war bei den Gastgebern am Ende dieser langen Spielzeit, die aufgrund des Einzugs in das DFB-Pokal-Endspiel doppelt anstrengend war, die Luft etwas raus. Es kam nicht mehr so drauf an und der auf Rang 10 ebenfalls zwischen gut und böse stehende Gegner aus Gladbach zeigte die reifere Spielanlage, entwickelte mehr Torgefahr und präsentierte sich effizienter.

Das Hinspiel zwischen beiden Vereinen war 4:3 für die Borussen ausgegangen, heute verlief die Angelegenheit ein wenig torärmer und unspektakulärer. Dass der Gewinner der gleiche blieb, hatten die Gäste vom Niederrhein in erster Linie WM-Fahrer Oliver Neuville zu verdanken. In der ersten Halbzeit tat sich zunächst nicht sonderlich viel, auf den Plätzen in Wolfsburg und Bremen war es spannender, ehe Mönchengladbach nach dem Wechsel die Zügel anzog und durch den zehnten Saisontreffer des Nationalstürmers auf die Siegerstraße kam (56.). Neuville hatte zehn Minuten nach Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Dr. Fleischer eine mustergültige Vorarbeit von Jansen per Rechtsschuss verwertet, stand in dieser Szene jedoch ungeahndet vom Referee im Abseits. Im weiteren Verlauf blieb die Partie stets offen und bis kurz vor Schluss hatte sich am Ein-Tore-Vorsprung der Gäste nichts geändert. Der Pokalfinalist aus Hessen machte natürlich auch in so einem eher unwichtigen Spiel hinten auf, was der Ex-Herthaner Nando Rafael zu nutzen wusste und einen Konter ebenfalls nach Jansen Vorarbeit mit rechts zum 2:0-Endstand abschloss. Der Erfolg war gemessen an den Spielanteilen durchaus verdient und sehr zur Freude der Borussen-Elf, für die Auswärtssiege in dieser Saison keineswegs eine Selbstverständlichkeit waren. Aufsteiger Eintracht Frankfurt beendet die WM-Spielzeit auf einem zufriedenstellenden 14. Platz und will nächste Saison voll angreifen und sich im Mittelfeld etablieren.

13. Mai 2006 - Martin Busch

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