Financial Fairplay: Finanzielles Fairplay im Fußball

Egal welches Spiel man spielt, es gibt immer Regeln. Spielregeln, Verhaltensregeln und vieles mehr. Selbst wenn man eine Slotmaschinen online spielen möchte, muss man verschiedene Regeln einhalten. Denn nur so kann ein Spiel richtig und fair funktionieren. Fußball ist immer noch die beliebteste Sportart überhaupt in ganz Europa. Deshalb gibt es hier noch viele weitere Reglungen, Regulierungen und Auflagen, die eingehalten werden müssen damit alles mit rechten Dingen zu geht. Eine Regel, die es im Fußball gibt, betrifft die Finanzen und somit den finanziellen Fairplay im Fußball. Was genau das bedeutet, von wem die Regulierung kommt und wie die Regelung umgesetzt wird, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Der Hintergrund

Wieso benötigt der europäische Fußball überhaupt eine solche finanzielle Fairplay Regelung? Immer mehr Fußballverein und Clubs verschulden sich aufgrund von den extrem hohen Ablösesummen für Spieler und auch wegen den hohen Spielergehältern. Die laufenden Einnahmen können diesen hohen Geldbedarf nicht mehr decken und die Vereine müssen Kredite aufnehmen oder benötigen privates Vermögen von Sponsoren. Um etwas gegen diese Abwärtsspirale zu unternehmen hat der europäische Fußballverband (UEFA) die Financial Fairplay Regelung entwickelt.

Financial Fairplay

Zwar wurde die neue Vorschrift im Jahr 2010 bereits genehmigt und die Einführung sollte 2013 erfolgen, doch tatsächlich umgesetzt wurde die Financial Fairplay Regel erst 2015. Die Regelung betrifft alle Fußballteams, die am europäischen Wettbewerb, also an der Europa League oder an der Champions League teilnehmen möchten. Nur wer die Regulierungen besteht, darf an der jeweiligen Liga teilnehmen. In dem Reglement werden nicht nur finanzielle und rechtliche Punkte behandelt, sondern auch sportliche und infrastrukturelle. Wichtig ist das Ganze vor allem für die Lizenzierung der Clubs und Verhinderung einer Verschuldung.

Die Vorschriften

Der finanzielle Ausgleich muss zwischen den beiden Positionen „Einnahmen“ und „Ausgaben“ bestehen. Die Mannschaft muss also innerhalb von 3 Spielzeiten mindestens genauso hohe Einnahmen wie Ausgaben vorweisen können. Dennoch gibt es eine kleine Ausnahme, denn Ausgaben von bis zu 5 Millionen Euro zusätzlich sind möglich. Diese können dann durch Investoren bzw. private Geldgeber finanziert werden. Halten sich die Mannschaften nicht an diese Regelung, kann die UEFA Strafmaßnahmen einleiten.

Status Quo

Die Financial Fairplay Regelung hat von Anfang an sehr hohe Kritik ertragen müssen. Viele waren sich einig, dass durch diese Auflagen die kleinen Teams geschädigt werden und die bereits großen Klubs befürwortet werden, denn diese haben immer noch die Möglichkeit höhere Ausgaben zu tätigen. So bleiben die kleinen Teams auch klein. Selbst bei vergangenen Verstoßen von großen und beliebten Clubs hat die UEFA von zu hohen Strafen abgesehen und die Clubs nur minder sanktioniert, obwohl sie gegen die Financial Fairplay Regelung verstoßen haben. Nicht nur Manchester City hatte schlechte Bilanzen, sondern auch Paris Saint Germain. Beide Clubs haben nicht nur einmalig, sondern systematisch die Regeln gebrochen und mussten nur geringe Geldstrafen verrichten. Auch immer mehr Clubs wissen sich zu helfen und umgehen mit ein paar Tricks die Financial Fairplay Regel. Die UEFA muss sich in den nächsten Jahren wohl eine neue Regelung überlegen, die zeitgemäß und auch für alle Clubs akzeptabel ist.

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